Nicht nur überragende Ergebnisse! Goldman Sachs nennt drei große Katalysatoren für Nvidia und erklärt: „Der Weg zur Outperformance in den kommenden Monaten ist klar“
Nvidias jüngste Quartalsergebnisse und der Ausblick haben die Erwartungen der Wall Street vollständig übertroffen. In einer aktuellen Analyse betont Goldman Sachs, dass der Weg der Outperformance für den Chiphersteller in den kommenden Monaten äußerst klar geworden ist.
Getrieben von den anhaltend starken Investitionen der Hyperscale-Cloud-Anbieter hat Nvidia seinen Umsatz-Ausblick für das erste Quartal weit über die Markterwartungen hinaus angehoben. Laut Trading Desk News haben Goldman Sachs Analyst James Schneider und sein Team das „Kaufen“-Rating für die Aktie bekräftigt und das Kursziel von 250 US-Dollar bestätigt, was ein weiteres Aufwärtspotenzial von fast 28 % gegenüber dem aktuellen Niveau bedeutet. Dieser Schritt dürfte das Vertrauen der Anleger in den gesamten Bereich der KI-Infrastruktur weiter stärken.
Der Optimismus am Markt basiert nicht nur auf den bereits erzielten Ergebnissen. Goldman Sachs betont in seinem Bericht proaktiv drei zentrale Katalysatoren, die Nvidias starke Entwicklung weiter vorantreiben:Höhere Investitionsprognosen der Hyperscaler, sprunghaft gestiegene Ausgabentransparenz bei KI-Start-ups nach erfolgreichen Finanzierungsrunden sowie die Einführung neuer KI-Modelle auf Basis neuer Architekturen, die den technologischen Vorsprung weiter bestätigen.
Darüber hinaus hat Nvidia vor Kurzem mit führenden Tech-Giganten wie Meta, OpenAI und Anthropic strategische Partnerschaften und milliardenschwere Investitionen vereinbart. Diese sichern nicht nur das künftige Auftragsvolumen ab, sondern sorgen auch für positive Spillover-Effekte entlang der globalen Technologie-Lieferkette, einschließlich Speicher- und Halbleiterausrüstung.
Ergebnisse und Ausblick übertreffen Markterwartungen deutlich
Nvidia erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar und übertraf damit sowohl die Erwartungen von Goldman Sachs (67,3 Milliarden US-Dollar) als auch den Marktkonsens (66,2 Milliarden US-Dollar) deutlich. Das Kerngeschäft im Bereich Data Center bleibt der klare Wachstumsmotor mit einem Quartalsumsatz von 62,3 Milliarden US-Dollar. Die Profitabilität blieb mit einer Bruttomarge von 75,2 % und einer operativen Marge von 67,7 % stabil; der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 1,76 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen deutlich.
Noch bemerkenswerter ist die äußerst starke Prognose. Nvidia erwartet für das erste Quartal einen mittleren Umsatzwert von 78 Milliarden US-Dollar, deutlich über den Erwartungen der Wall Street von 72,1 Milliarden US-Dollar. Obwohl das Unternehmen im Non-GAAP-Ausblick aufgrund von Änderungen in den Rechnungslegungsstandards etwa 1,9 Milliarden US-Dollar an aktienbasierten Vergütungen einbezieht, liegt der bereinigte Gewinn pro Aktie mit 1,79 US-Dollar immer noch deutlich über den Markterwartungen von 1,67 US-Dollar.
Drei zentrale Katalysatoren definieren den Outperformance-Pfad
Goldman Sachs macht in seinem Bericht klar, dass sich – anders als in früheren Quartalen – aktuell drei Faktoren herauskristallisieren, die Nvidias Outperformance in den kommenden Monaten eindeutig unterstützen.
Erstens besteht bei den Investitionen der Hyperscaler für 2026 weiterhin Aufwärtspotenzial, und für 2027 zeigen sich bereits erste Anzeichen für weiteres Wachstum. Das bedeutet, dass die Nachfrage von Nvidias wichtigsten Kunden auch langfristig anhalten wird.
Zweitens wird bei nicht-traditionellen Kunden wie OpenAI und Anthropic die Planungssicherheit für Beschaffungen bis 2027 durch die abgeschlossenen Finanzierungsrunden deutlich erhöht. Nvidia berichtet, dass mit OpenAI weiterhin über Investitionen und Kooperationen verhandelt wird und ein Abschluss in Kürze erwartet wird. Zudem ist die 10-Milliarden-US-Dollar-Investition in Anthropic bereits abgeschlossen, wobei Anthropic plant, seine großen Sprachmodelle auf Basis der Blackwell- und Rubin-Architekturen zu trainieren.
Drittens wird Nvidia mit der Markteinführung neuer KI-Modelle auf Basis der Blackwell-Architektur in den kommenden Monaten seine technologische Führungsposition gegenüber anderen KI-Chip-Anbietern erneut unter Beweis stellen und so dem Markt einen klaren Nachweis für den differenzierten Wettbewerb liefern.
Allianzen mit Technologiegiganten und widerstandsfähige Bruttomarge
Im Bereich Geschäftsausbau festigt Nvidia durch intensive Investitionen und Kooperationen seine Ökosystem-Barrieren.Der Bericht hebt hervor, dass Nvidia weiterhin aktiv mit OpenAI über Investitionen und Kooperationen verhandelt und in Kürze mit einer Einigung rechnet. Gleichzeitig ist die massive Investition von 10 Milliarden US-Dollar in Anthropic bereits abgeschlossen, wobei sich Anthropic verpflichtet hat, seine großen Sprachmodelle auf Blackwell- und Rubin-Architekturen zu trainieren. Darüber hinaus hat Nvidia eine umfassende Zusammenarbeit mit Meta angekündigt, um verschiedene Data Center-Produkte bereitzustellen. Beide Seiten werden 2027 gemeinsam die Vera CPU implementieren, und Vera Rubin NVL72 soll in großen Anwendungen wie WhatsApp eingesetzt werden.
In Bezug auf die am Markt stark diskutierten Auswirkungen steigender Hochgeschwindigkeitsspeicherpreise auf die Marge gibt Nvidia Entwarnung. Das Unternehmen erwartet, die Bruttomarge im gesamten Kalenderjahr 2026 bei etwa 75 % halten zu können. Goldman Sachs führt diese Widerstandsfähigkeit der Marge vor allem auf umfangreiche Vorausbestellungen im Zusammenhang mit Speicher, die das Unternehmen bereits 2025 getätigt hat, zurück.
Breite Spillover-Effekte in der Lieferkette und potenzielle Risiken
Nvidias starker Ausblick für das Datacenter-Geschäft ist nicht nur ein positiver Impuls für das Unternehmen selbst, sondern setzt auch für den gesamten Halbleitersektor ein klares Kaufsignal. Goldman Sachs betont, dass dies das aktuell äußerst robuste Investitionsumfeld für KI widerspiegelt, was insbesondere für digitale Halbleiterwerte wie Broadcom und AMD von Vorteil ist und in gewissem Maße auch Marvell und ARM begünstigt.
Gleichzeitig weist Goldman Sachs am Ende des Berichts auf vier wesentliche Abwärtsrisiken für Investoren hin: Unerwartet schwache Investitionen in die KI-Infrastruktur, verstärkter Wettbewerb mit potenziellem Marktanteilsverlust, Margenrückgänge durch Preiskämpfe sowie bereits sichtbare und auch im ersten Quartal fortbestehende Engpässe in der Lieferkette im Gaming-Geschäft.
Quelle: Wallstreet Journal Deutschland
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