Ubisoft bestätigt Jahresziel dank starker Vorbestellungen von Assassin’s Creed
Sonderbericht: Fokus auf die US-Aktienquartalsberichte Q4 2025
Der französische Videospiel-Publisher Ubisoft gab am Donnerstag bekannt, dass durch den Erfolg seiner Flaggschiff-IP „Assassin’s Creed“ die Buchungen im dritten Quartal die Erwartungen des Unternehmens übertroffen haben. Im Anschluss bestätigte Ubisoft seine finanziellen Ziele für das Gesamtjahr.
In diesem Quartal erreichte der Netto-Buchungswert 338 Millionen Euro (etwa 402 Millionen US-Dollar), was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und über der im November letzten Jahres ausgegebenen Prognose von 305 Millionen Euro liegt.
Ubisoft hält an der Prognose für das Gesamtjahr fest: rund 1,5 Milliarden Euro an Buchungen und einen operativen Verlust von etwa 1 Milliarde Euro.
Da das Unternehmen weiterhin unter Spielverzögerungen, ineffizienter Umsetzung und den Sorgen der Investoren hinsichtlich einer Rückkehr zur Profitabilität leidet, ist der Aktienkurs von Ubisoft seit dem Höchststand 2018 um über 80 % gefallen.
Diese Ergebnisprognose wurde erstmals im Januar dieses Jahres veröffentlicht, als Ubisoft ein Restrukturierungsprogramm ankündigte, das unter anderem die Einstellung von sechs Spielentwicklungen sowie die Schließung der Studios in Halifax (Kanada) und Stockholm (Schweden) umfasste. Vor dieser Restrukturierung erwartete das Unternehmen ursprünglich Buchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro für das Gesamtjahr; nach der Restrukturierung wurde das Geschäft in fünf „Creative Houses“ umstrukturiert, die sich jeweils auf einen Spieltyp konzentrieren.
Ubisoft erklärte, dass die Ernennung der Leiter dieser Creative Houses im März beginnen werde, darunter auch die Einstellung von erfahrenen Branchenexperten von außerhalb.
Neben „Assassin’s Creed“ besitzt Ubisoft auch die „Far Cry“-Reihe. Das Unternehmen gibt an, dass seine Marken im Jahr 2025 auf Konsolen und PC gemeinsam etwa 130 Millionen einzigartige aktive Nutzer anziehen werden. Die starke Leistung im dritten Quartal ist vor allem auf die stabilen Verkaufszahlen von „Assassin’s Creed Shadows“ im Dezember auf der Switch 2-Plattform zurückzuführen.
Ubisoft erwartet, dass die Barmittelbestände des Unternehmens bis Ende März zwischen 1,25 Milliarden und 1,35 Milliarden Euro liegen werden, was ausreicht, um die im November 2027 fällige Anleihe im Umfang von fast 500 Millionen Euro abzudecken.
Finanzvorstand Frédérick Duguet erklärte in einer Telefonkonferenz, das Unternehmen prüfe „verschiedene Optionen“, um die durchschnittliche Fälligkeit der Schulden über dieses Datum hinaus zu verlängern. Zum 30. September beliefen sich die Gesamtverbindlichkeiten von Ubisoft auf 1,15 Milliarden Euro.
Verantwortlicher Redakteur: Guo Mingyu
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