InfoFi in der Flaute: Regelanpassungen, sinkende Erträge und die Transformationskrise der Plattform
Schöpfer und Projekte verlassen die InfoFi-Plattform.
Originalautor: Geek
Übersetzung: Luffy, Foresight News
Wenn wir tatsächlich am Ende der InfoFi-Ära angekommen sind oder diesem Punkt Schritt für Schritt näherkommen, würde mich das nicht überraschen.
Seit dem Aufstieg von InfoFi haben viele Menschen beträchtliche Gewinne erzielt – einige haben fünfstellige Beträge verdient, andere sogar sechsstellige. Doch inzwischen gibt es einige Signale, die uns sehr vorsichtig machen sollten.
Änderung der Zugangsvoraussetzungen
Genau genommen halte ich das aktuelle Upgrade von Kaito nicht für eine völlig schlechte Sache; es könnte tatsächlich dazu beitragen, dass viele Accounts, die mit KI minderwertige Inhalte „spammen“, effektiv ausgeschlossen werden und gleichzeitig die Content-Qualität steigt.
Doch nach dem Upgrade sind nicht nur kleine Accounts betroffen, sondern auch viele große Accounts blieben nicht verschont. Das führte dazu, dass zahlreiche Nutzer, die auf Kaito angewiesen waren, die Plattform verließen, weil sie nach dem Upgrade kaum noch eine Chance hatten, dort Geld zu verdienen.

Einige Projekte haben daraufhin die Zugangsbeschränkungen aufgehoben, um kleine Accounts anzulocken. Das zeigt deutlich: In den meisten Fällen ist die Gruppe der kleinen Accounts von entscheidender Bedeutung.
Meiner Meinung nach ist Kaito bei der Richtung dieses Upgrades offenbar etwas orientierungslos, und viele Projektbetreiber mögen diese „Zugangsbeschränkungen“ offensichtlich nicht. Unbestreitbar ist jedoch, dass Kaito in den vergangenen Monaten eine sehr gute Performance gezeigt hat.
Schwache Token-Verteilungsmodelle
Für Content Creator (yappers) reicht der übliche Token-Anteil von 0,5% bis 1% mittlerweile bei weitem nicht mehr aus, da die Bewertung dieser Token beim Listing oft sehr niedrig ist.
Früher konnten einige Accounts durch ein- bis zweimonatige Promotions vier- bis fünfstellige Beträge verdienen; heute bringt selbst die Teilnahme an drei- bis sechsmonatigen Aktionen nur noch drei- bis vierstellige Beträge ein – das ist für viele sehr enttäuschend.
Sogar Top-Accounts fällt es schwer, selbst mit hochwertigen Inhalten einen ansehnlichen vierstelligen Betrag zu verdienen.
Warum ist das für auf InfoFi angewiesene Creator eine schlechte Nachricht? Vor dem Aufstieg von InfoFi konnten viele Creator als Markenbotschafter oder KOLs durch Content-Promotion gutes Geld verdienen. Die Vergütung, die Projektbetreiber jetzt auf Kaito bieten, kann mit externen Kooperationen überhaupt nicht mithalten. Angesichts dieser Tatsache ist es kein Wunder, dass immer mehr Creator die InfoFi-Plattform verlassen.
Dominanz von „Capital Launchpad“
Am 22. Juli wurde Kaitos „Capital Launchpad“ offiziell gestartet, das erste Projekt war Espresso, und weitere Projekte folgten.

Für Kaito ist das zweifellos ein gutes Produkt, aber ich habe auch einige Bedenken:
- Keines der Projekte, die ihr Token erstmals über Kaito ausgegeben haben, ist bisher am öffentlichen Markt gelistet;
- Keines dieser Projekte hat ein Listing-Datum bekanntgegeben;
- Die meisten Projekte sind überbewertet, und die Token-Unlock-Modelle sind für Investoren ungünstig.
Mein ergänzender Standpunkt: Kaito wurde ursprünglich speziell für InfoFi entwickelt und hat sich später entschieden, zusätzliche Plattformfunktionen (wie Launchpad) hinzuzufügen – das ist grundsätzlich eine tolle Idee. Doch in letzter Zeit entscheiden sich immer mehr Projekte für das „Capital Launchpad“ statt für das „Creator Ranking“. Für eine InfoFi-Plattform ist dieser Trend offensichtlich nicht sehr positiv.
Das ist jedoch nur eine offensichtliche Beobachtung meinerseits – es scheint, als würde kaum jemand diese Entwicklung hinterfragen.
Projektbetreiber bevorzugen direkte Kooperationen mit KOLs statt über die Kaito-Plattform
Das ist sehr offensichtlich: Projektbetreiber sind nicht mehr so begeistert von InfoFi-Kooperationen.
Kürzlich veröffentlichte Zachxbt ein Google-Formular, in dem eine Reihe von Accounts aufgelistet sind, die von einem bestimmten Projektbetreiber bezahlt wurden. Ich erwähne das nicht, weil es mich überrascht, sondern weil die gezahlten Beträge ziemlich hoch sind – besonders im Vergleich zu den Projekten auf Kaitos „Creator Ranking“.

Ich bin überzeugt, dass viele dadurch erkannt haben: Es gibt viele Möglichkeiten, Geld zu verdienen, nicht nur über InfoFi. Und die Realität des menschlichen Wesens ist es, „so viel Geld wie möglich zu verdienen“, weshalb ich denke, dass dies eine direkte Konkurrenz für Kaito darstellt.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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